Northern Line

Nein ich meine nicht die Londoner U-Bahn (auch wenn mir die fehlt und ich allzu gern mal wieder mit ihr fahren würde), sondern den nördlichen Teil des mittleren Rings in München. Dort hin verschlägt es mich normalerweise nicht; auch wenn ich München liebe und hoffe, hier noch lange bleiben zu können.
Man sagt nicht umsonst, dass die Stadt das größte Dorf der Welt (und gleichzeitig die nördlichste Stadt Italiens) sei. Vieles ist so schnell erreichbar, egal ob Berge oder Seen, Surfer-Paradiese oder Schafherden, man ist im Nullkommanix dort. Jedenfalls dachte ich das bisher immer. Doch dann war da neulich dieser Termin im Olympiazentrum….

Ein Blick aus dem Fenster genügte erstmal, das Wetter sah vielversprechend aus. Also radelte ich einfach mal vom Rosenheimer Platz aus los und genoss jeden Atemzug frischer Frühlingsluft und Sonnenstrahlen.Spätestens aber als ich die Schweren-Reiter-Straße entlang fuhr und mir so dachte, dass ich doch jetzt dann mal wohl irgendwann rechts Richtung Olympiapark müsste, spürte ich meine (dank des langen Winters untrainierten) Beine. Ich hatte ehrlich gesagt sowohl den Weg aus den Augen, also auch die Puste irgendwo unterwegs verloren.Es half alles nichts, ich musste nach dem Weg fragen und kurz meinen Puls auf Normalniveau fahren. Der erste Passant meinte, er sei „selber neu hier“, merkte dabei wohl nicht wie arg mir die Situation als jahrelanger Reingschmeckter peinlich war. Der zweite Herr dann, ein Urgestein, wies mir sicher den Weg (den ich selber schon vermutet aber mich nicht getraut hatte einzuschlagen). Nach 50 Minuten des vollständigen Durchquerens vom Münchner Süd-Osten zum Nord-Westen war ich endlich am Ziel angelangt, musste jedoch vorher noch etwas surreal durch den Olympiapark, vorbei an nichts als Schafherden, Brachland und weiten Wiesen.Auf dem Heimweg dann, mit einem frischen Schoko-Croissant für meine soeben wieder erweckte schlanke Linie, war mir dann alles egal und ich dachte mir, wenn man mich schon für einen Touristen hält, kann ich auch derartige Fotos machen. Denn wie oft kommt man an schönen Orten vorbei, ohne sie im Alltag noch richtig wahrzunehmen?Mir ist z.B. noch nie aufgefallen, was für eine tolle 60s-Space-Age-Form das BMW Museum hat!Vielleicht ist es mit solchen unverhofften (Zwangs-) Ausflügen wie mit spontanen Parties oder Begegnungen –  je unplanbarer um so überraschender und all zu oft spannender werden sie.
Ich möchte zwar in der Zukunft wirklich nicht mehr diese Strecke fahren müssen, aber ich kann gleichzeitig behaupten, das beste aus dem Tag gemacht zu haben. Auch für meinen Winterspeck. 🙂In a nutshell: for an appointment I had to drive all the way up to Olympiazentrum in Munich by bike. Which appears to be a literally complete crossing from south east to north west. It also included getting lost somewhere up there, which is quite embarrassing for a resident of 6 years. However, I finally (somehow) made it (even in time) and as consolation I got myself a chocolate croissant and some nice pics of the BMW museum and former Olympia area. Apparently it was worth sweating and swearing for to visit these spots again (not my normal hood) but I don’t think I’ll go for another ride up there again in the near future.
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