Peymann und die Hose

Man kann vom sogenannten Pop-Literaten halten was man mag – Deutsches Theater – mit Sicherheit Benjamin von Stuckrad-Barres‘ bestes Buch. 2001 erschienen bei Kiepenheuer & Witsch und nach mehr als 150´000 verkauften Exemplaren 2008 dann als Neuausgabe mit zehn neuen Texten veröffentlicht. Dieses Mal wird Essen gegangen mit Jürgen Flimm, Blut gespendet mit Berti Vogts und andere schöner real-theatraler Momente.

»Es ist ein ziemlich einzigartiger Ton, der hier angeschlagen wird, und der Humor tritt sozusagen von hinten auf, nicht auf der Vorderbühne des Theaters.« Hans Magnus Enzensberger


Stuckrad-Barre, der 1998-1999 selbst Autor für die Harald-Schmidt-Show war, legt hier zusammen mit Meister Schmidt (damals noch mit Anspuch und in Höchstform) ein Glanzstück aufs Parkett. Angelehnt an Thomas Bernhards „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir Essen“, schaffte es das Dramolette später als Gastspiel sogar bis ins Berliner Ensemble.


»Der Fotoroman einer Gesellschaft, die nur in der Öffentlichkeit und im Rollenspiel zu sich selbst zu kommen vermag.«

Walter Kempowski schließt folglich: „In der Nacht Klavier gespielt, die Kühe, draußen vor dem Fenster, hörten mir zu. Ich brach ab, als ich merkte, daß ich mir wie Chopin vorkam. Außerdem störte es mich, daß auch die Mädchen mir drüben, im anderen Haus, möglicherweise zuhörten und eventuell dächten, ich käme mir wie Chopin vor.“

http://www.kiwi-verlag.de

 außerdem: „Stuckrad Late Night“, jeden Donnerstag um 22:30 Uhr auf ZDFneo.
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