Hallo du Guter

Das Frühlingswetter macht mich meist
Besonders melancholisch;
Das Fleisch wird schwach und auch der Geist
Regiert nur mehr symbolisch,
Man fühlt die Luft bei jedem Schritt
Bewegt von Zärtlichkeiten –
Und alle Nerven schwingen mit
Wie gleichgestimmte Saiten…

Die Mädchen geh’n im Unschuldskleid
Und müssen immer lachen –
Sie sind um diese Jahreszeit
Sehr schwierig zu bewachen;
Sie tragen Rosen an der Brust,
Trotz Müttern und trotz Tanten,
Und mustern ziemlich zielbewußt
Die männlichen Passanten.

Nachts träumen sie: Wann nahst du mir
Zur süßen Liebesfeier!…
Sieh, meine Lippen glüh’n nach dir!
Mein Held und mein Befreier!…
– Denn ihre arme Seele spürt,
Daß die Kastanien blühen.
Ach Gott, man wird so leicht verführt,
Man muß sich nur bemühen.

-Hans Adler-

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Es lässt sich nicht leugnen. Er ist da, der Frühling. Servus.

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